Baugeschichte

Das Herrenhaus ist ein schlichter einstöckiger Querbau mit zwei kurzen vorspringenden Seitenflügeln, ein Ziegelbau auf niedrigem Feldsteinsockel. Der Mitteltrakt hat sieben Fensterachsen, die Frontseite der Flügel je drei, die Schmalseiten des Hauses je vier, die Rückfront insgesamt dreizehn Fensterachsen.

Der Bau ist fast ganz ungegliedert. Nur in der Mitte der Front ist durch vorgestellte Pilaster ein von einem Dreiecksgiebel mit rundem Ochsenauge gekrönter Risalit leicht herausgehoben. Auf der zum Hof hingerichteten Seite liegt ebenerdig das ungewöhnlich reich in Sandstein dekorierte Portal.

Die korbbogige Tür des Portals ist von Pfeilerstücken flankiert, die mit flachem Régencebandelwerk zart dekoriert sind. Zwei weitere seitliche, über Eck gestellte Pilaster mit volutenförmig eingerolltem Basis- und Kapitelstück reichen über die Tür hinaus und rahmen die ausladende Bekrönung mit der Wappenkartusche.

Die Kartusche im knorpeligen symmetrischen Rocaillerahmen enthält die gekrönten Wappen. Links das Wappen des Josias von Qualen (Eberkopf), rechts das seiner Frau Elisabeth geb. Blome (springender Hund). Den Schlußstein der Tür bildet ein lächelnder Faunkopf, im Rocaille über und unter der Kartusche lustig verzerrte Masken. Auf dem Eckpilaster stehen bekrönende Vasen.